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12.12.2011

Esterhazy-Gruppe rechnet 2011 mit Umsatzwachstum

Mit einem Umsatz von 37,8 Mio. Euro im Vorjahr und rund 290 Mitarbeitern zählen die Esterhazy Betriebe zu den Leitbetrieben im Burgenland.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatzwachstum erwartet. "Wir sind eigentlich querbeet sehr glücklich mit den wirtschaftlichen Ergebnissen", man liege in sämtlichen Bereichen im Ziel oder über Ziel, zieht Generaldirektor Stefan Ottrubay Resümee. Zentrale Aktivitäten bilden etwa die Sanierung und Neugestaltung des Eisenstädter Schlossbezirks sowie die Waldbewirtschaftung in Rumänien, wo Esterhazy seine Aktivitäten ausbauen will.

 

Die Branchen, in denen die Esterhazy-Gruppe tätig sei, hätten eine sehr schöne Entwicklung genommen. So rechnet man etwa im Bereich des Holzmarktes - von wertvollen Schnittholzarten bis hin zu Industriehölzern - mit einer Zielübererfüllung von etwa fünf Prozent. Freizeitimmobilien im Großraum Wien sind weiter gefragt:

 

Im Hinblick auf das Weingut, wo derzeit noch das Weihnachtsgeschäft läuft, rechnet man mit einer weiteren Umsatzsteigerung von circa zehn Prozent. Das sei "in dem heiß umkämpften Markt ein sehr gutes Ergebnis." 2010 lag der Umsatz bei rund 2,1 Mio. Euro. In die Verankerung des Esterhazyschen Namens in allen wesentlichen Absatzmärkten im Ausland werde man im nächsten Jahr weiterhin viel investieren, so Ottrubay. Gab es heuer mit Korea und China in Asien große Präsentationen, seien 2012 die USA ein Schwerpunktmarkt.

 

Im Bereich Biomasse ist Esterhazy ein sehr großer Player und liefert große Mengen Hackgut an Anlagen im ostösterreichischen Raum. Neben den Bundesforsten ist man wichtigster Partner für die Belieferung des Heizkraftwerkes in Simmering. "Wir sind an dem Punkt angekommen, wo wir selbst aus unseren Wäldern nicht mehr Hackgut entnehmen können, ohne die Naturbalance der Wälder zu gefährden", sagte Ottrubay. Deshalb kaufe man zum Teil aus dem Osten ein. Die Handelskanäle reichten bis nach Rumänien: "Wir versuchen so, die Liefersicherheit der Werke zu gewährleisten."

 

In Rumänien, wo Esterhazy im Holzhandel und Consulting tätig ist und mit Partnern rund 11.000 Hektar Wald bewirtschaftet, wolle man "sicher in einem bedeutenden Ausmaße wachsen", erläuterte der Generaldirektor. Dies sei auch notwendig, um die Fixkosten gut abdecken zu können. In den vergangenen drei Jahren habe man in dem osteuropäischen Land mit einem Team von 25 Mitarbeitern "ein sehr hohes Know-how" - von der Flächenübernahme bis zur Flächenbewirtschaftung, Logistik und Transport einschließlich der internationalen Verschiffung - etabliert: "Das ist für uns heute ein Kernbereich, den wir weiter ausbauen werden."

 

In Österreich habe die Zahl der Bioenergieanlagen ein Limit erreicht. Das könne dazu führen, dass in intensiven Jahreszeiten - sprich im Winter - der Nachschub beim Hackgut sehr gut organisiert werden müsse: "Das ist dann ein sehr anspruchsvoller Markt. Es hat im letzten Jahr zum Beispiel Preissprünge gegeben innerhalb von Tagen, weil die Lieferung an diese große Menge an Werken kaum mehr darstellbar war", schildert Ottrubay: "Das hat man in der Politik, glaube ich auch voll realisiert und es werden größere Hackschnitzelwerke nicht mehr geplant."

 

Vom Ausbau der Windenergie im Burgenland sei man hinsichtlich der Eignungszonen weniger betroffen: "Es gibt immer wieder Anfragen für ganz kleine Gruppen mit vier, fünf Windrädern. Da prüft man dann die Wind- und Landschaftseignung, aber es ist nichts Konkretes und Aktuelles bei uns."

 

 


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