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08.11.2011

Für eine bessere Bildung

Die Industriellenvereinigung hat sich dazu entschlossen, das Bildungsvolksbegehren mit voller Kraft zu unterstützen - auch wenn nicht alle Vorstellungen der IV darin erfasst sind.

Der Grund dieses Engagements liegt darin, dass unsere Industriebetriebe immer größere Schwierigkeiten haben, geeignete Lehrlinge zu finden. Das Bildungsniveau der 15-Jährigen entspricht weitgehend nicht den Anforderungen der Industrie. Als erste Notfallmaßnahme hat die IV-Burgenland gemeinsam mit anderen Institutionen ein Vorbereitungshalbjahr für solche jungen Menschen ins Leben gerufen, welche die Grundkulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen oder social skills nach neun Schuljahren nicht ausreichend beherrschen.

Da die heimische Industrie ihre Stellung auf den Weltmärkten nur dann behaupten kann, wenn sie innovativer, besser und produktiver arbeitet als die Konkurrenten in den Billiglohnländern, hängt der zukünftige Erfolg direkt vom Bildungs- und Ausbildungsniveau der Mitarbeiter ab. Bei der Bildung unserer jungen Menschen muss sich daher Entscheidendes verbessern!

 

Da wir ja nicht nur fordern sondern auch zeigen wollen, dass und wie es besser gehen kann, hat die IV-Burgenland sowohl in der Lehrlingsausbildung als auch in der akademischen Weiterbildung wesentliche Schritte zur Verbesserung der Situation gesetzt.

So wurde nach langer Suche nach geeigneten Lehrlingen, die Innerbetriebliche Lehrwerkstätte für Mechatroniker im Unternehmen Nikitscher im heurigen Herbst begonnen. Derzeit sind zwölf Lehrlinge in Ausbildung für diesen Zukunftsberuf, davon fünf Mädchen.

Die Lehrwerkstätte für Labortechniker und Chemiewerker mit Möglichkeit zur Matura bei Sanochemia startete ebenfalls im Herbst wieder mit sechs jungen Menschen. In beiden Fällen war es nicht einfach, geeignete Lehrlinge zu bekommen.

Das Burgenland hat keine eigene akademische Einrichtung (abgesehen von den FH Lehrgängen), welche  die nötigen Mitarbeiter für hochtechnologische, industrielle Aktivitäten in Forschung und Entwicklung als auch Produktion ausbildet. Deshalb hat die IV Burgenland und das Zentrum für Interkulturelle Studien Fürstenfeld gemeinsam mit der Universität Linz unter finanzieller Mithilfe  des Landes Burgenland den Universitätslehrgang für Optoelektronik und Photovoltaik bereits vor Jahren ins Leben gerufen. Dieser Tage wurde der zweite Durchgang gestartet. Die Absolventen des ersten Durchganges waren hervorragend - der weiterführende Masterlehrgang läuft bereits parallel - und so sollte es auch jetzt wieder werden.

 

Die Industrie generiert die meiste Wertschöpfung im Land und ist sich ihrer Verantwortung für den Standort und den Wohlstand der Menschen bewusst. Daher legen wir allergrößten Wert auf gut gebildete und ausgebildete Menschen, die auch im globalen Wettbewerb in Zukunft bestehen können.

Die IV ist hier Partner all jener, die das gleiche Ziel verfolgen. Und deshalb unterstützen wir das Bildungsvolksbegehren!


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