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06.10.2011

Quo Vadis Austria?

Die aktuell wieder angezettelten politischen Debatten über „Reichensteuer", Abschaffung der "Gruppenbesteuerung, „Gerechte Vermögensverteilung", mögen als permanentes Wahlkampfthema taugen. Für den Wirtschaftsstandort Österreich sind sie schön langsam tödlich", stellt IV-Burgenland-Präsident Frantsits in seinem aktuellen Leitartikel fest.

Die Proponenten dieser Ideen - leider in politischen Spitzenpositionen tätig - haben weder Ahnung von
wirtschaftlichen Zusammenhängen noch sind sie in der Lage, ihr Tun und dessen langfristige Auswirkungen zu erkennen.

 

Österreichs Wirtschaft kam nicht wegen der Bankenrettung durch den Staat gut durch die erste Krise. Stabile Kapitalgeber trugen ihre Unternehmen durchs Tal der Rezession. Und diese Unternehmer waren und sind jene „Reichen" und Stiftungen, denen nun möglichst viel Kapital abgeknöpft werden soll.

 

Gleichzeitig ist den politischen Akteuren offenbar nicht klar, dass sie als Defizitproduzierer und „Big Spender" wichtiges Kapital vom Kapitalmarkt absaugen. Sie sind damit zum größten Konkurrenten der Realwirtschaft um die Verteilung der nötigen Finanzmittel geworden.


Hatten die Staaten vor wenigen Jahren noch etwa 20 Prozent des Kapitalaufkommens und die Realwirtschaft 80 Prozent zur Verfügung, gehen heute fast 70 Prozent an den Staat und nur mehr 28 Prozent an die Realwirtschaft. Wenn nun auch noch Vermögensteuern erfunden werden, die nochmals Kapital von möglichen Kapitalgebern verschlingen, womit soll sich die Realwirtschaft dann refinanzieren?


Es wäre an der Zeit zu erkennen, was die eigentliche Aufgabe politischer Mandatare ist: die Macht ihrer Partei zu erhalten, oder das Bestmögliche nachhaltig für das Land und seine Menschen zu sichern? Offensichtlich fehlt auch die Kenntnis, dass Leitbetriebe die Lebensadern des wirtschaftlichen Erfolges sind. Wenn diese
durch weitere unqualifizierte Angriffe verprellt werden, werden sie Österreich verlassen. Die Folge daraus wäre der Verlust von tausenden Arbeitsplätzen. Die doch wesentlich verantwortungsvoller agierenden Landespolitiker sollten diesem Treiben in der Bundespolitik ein Ende setzen! Lasst uns Unternehmen arbeiten! Nehmt uns nicht die finanziellen Grundlagen! Und versprecht euren Wählern nicht Wohltaten, die nicht mehr finanziert werden können!


Anscheinend essen einige Spitzenpolitiker lieber das Saatgut von morgen, als heute den Gürtel etwas enger zu schnallen. Quo Vadis Austria?


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