STARTSEITE » MEDIEN » Presseaussendungen » Wer gut fragt, der führt!

 
28.09.2011

Wer gut fragt, der führt!

Rund 50 Teilnehmer lauschten gespannt den Ratschlägen der Journalistin Conny Bischofsberger in Siegendorf.

Eigentlich sollte Conny Bischofberger das elterliche Wirtshaus im Bregenzer Wald übernehmen. Aber die junge Dame schaffte es damals, aus der Enge des Elternhauses auszubrechen und in Innsbruck zu maturieren.

 

Heute ist Conny Bischofberger eine der renommiertesten Interviewerinnen Österreichs und wechselt Anfang Oktober vom Kurier wieder zur Krone. „Man hat mir bei der Krone neben dem sonntäglichen Interview noch eine spannende Aufgabe in der Geschäftsführung angeboten und darum will ich das jetzt machen", freut sich Bischofberger auf ihre neue Herausforderung.

 

Rund 50 Teilnehmer aus der IV Burgenland, der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft und dem WdF lauschten gespannt den Tipps und Ratschlägen der Journalistin im angenehmen Ambiente des „Wirtuosen" in Siegendorf.

 

Conny Bischofberger erzählte aus dem Nähkästchen der Journalistenschule

 

Über die Auswahl des Interviewpartners: „Es muss der aktuell spannendste Mensch sein mit dem aktuell spannendsten Thema". Aufgrund seiner Eitelkeit willige der Angefragte meistens ein.

Die Vorbereitung des Interviews beginnt mit einem ausführlichen Studium der Biografie des Betreffenden und der Erstellung der Fragen. „Mit der entsprechenden Portion Neugier formuliere ich gute, ausgefeilte Fragen. Dann kann ich auch auf gute Antworten hoffen", so Bischofberger.

 

Prinzipiell kann man jede Frage stellen, auch Ungewöhnliche, „wenn ich einem Menschen gut gesinnt bin und die nötige Distanz zum Interviewten halte. Ich muss der Anwalt des Leser sein und nicht des Interviewten."

Und wie hält man seine Leser bei der Stange?

 

„Die erste und die letzte Frage sind die Wichtigsten. Wobei die erste Frage eher eine empathische und die Letzte vielleicht eine Killerfrage sein kann." So macht man den Leser auch auf den Text dazwischen neugierig.

 

Mit Smalltalk und einer vertrauenserweckenden Atmosphäre schaffe man es, selbst dem NLP-Erfahrenen und schweigsamsten Gegenüber Spannendes zu entlocken. „Zuhören können, Stimmungen wahrnehmen, Unbehagen spüren, sich der Körperhaltung und Sprache des Interviewten anpassen und darauf sofort reagieren- das sind die Voraussetzungen für ein gutes und spannendes Interview", erklärt Conny Bischofberger die nötigen soft skills.

 

Tools

 

Als Fragewerkzeuge bedient sich Bischofberger des Respekts vor dem Interviewpartner und einer großen Portion Neugier. Die Lust zum Formulieren und zum Querdenken bei der Fragestellung ermöglicht es Bischofberger, neue, noch nicht bekannte Seiten eines Menschen zum Vorschein zu bringen. „Fragen nach Vergangenem, Zukünftigen oder nach Veränderungen im Leben des Interviewten zwingen diesen zum Nachdenken und bringen so ungewöhnliche Antworten hervor."

 

„Fragen bis zur Gürtellinie, aber nicht weiter. Hart aber nicht gnadenlos. Einfühlsam aber nicht gefühlsduselig." So beschreibt Marga Swoboda ihre Kollegin Conny Bischofberger.

 

Wir durften an diesem wunderbar spannenden Abend eine Topjournalistin im Genre des persönlichen Interviews kennen lernen. Wir erlebten eine Frau mit viel Neugier und Liebe zum Menschen und zur deutschen Sprache, die von sich selbst behauptet, eigentlich ein scheuer Mensch zu sein!

 


Fotos
Conny Bischofsberger erzählte aus dem Nähkästchen.
Conny Bischofsberger erzählte aus dem Nähkästchen.

Rund 50 Teilnehmer lauschten gespannt den Ausführungen.