30 Jahre IV Burgenland – eine starke Stimme für die Industrie
"In den letzten 30 Jahren veränderte sich die politische und wirtschaftliche Landschaft im Burgenland enorm. Diesen Herausforderungen musste sich auch die burgenländische Industrie stellen", resümiert IV-Burgenland-Präsident Frantsits in seinem aktuellen Leitartikel.Der Fall des Eisernen Vorhangs und der Beitritt zur Europäischen Union brachten komplett neue Rahmenbedingungen für unsere Industrie und forderten große Flexibilität von den Unternehmen aber auch von der Politik.
Die Zukunft wird vor allem der Wettbewerb um die besten Köpfe bestimmen. Bildung und Ausbildung und damit die hohe Qualifikation des Einzelnen spielen die entscheidende Rolle, ob und unter welchen Bedingungen die Wirtschaft im Lande bestehen kann.
Da die heimische Industrie stark von exportorientierten Unternehmen dominiert ist, spielt neben der fachlichen auch die sprachliche Qualifikation der Industriemitarbeiter eine große Rolle. Der Mangel an guten Sprachkenntnissen ist auch der Hauptgrund, warum ungarische Bürger auch nach dem Wegfall der Zugangsbeschränkungen bei uns nicht die begehrten Facharbeiter stellen können.
Die IV Burgenland ist daher unermüdlich tätig, deutliche Verbesserungen in das Bildungssystem zu bringen. Sowohl die Ausbildung der Lehrenden wie auch die der Lernenden muss schnellstens verbessert und die öffentlichen Mittel dazu effizienter bereitgestellt werden.
Es kann nicht sein, dass auch zukünftig für Lehrlinge nach neun Jahren öffentlicher Schulausbildung erst ein Bildungshalbjahr (step by step) vorgeschoben werden muss, um diesen jungen Menschen erst das Lesen, Schreiben, Rechnen und Grüßen einigermaßen beizubringen.
Facharbeiter sind heute schon in vielen Bereichen Mangelware. Um Abhilfe zu schaffen, initiierte die IV Bgld die Ausbildung für Mechatronik - Lehrlinge, welche im Oktober starten wird.
Darüber hinaus ist auch der Mangel an höherqualifizierten Mitarbeitern in speziellen technischen Berufen evident. Daher hat die IV Burgenland auch eine universitäre Ausbildung in Licht- und Energietechnik vorangetrieben und versucht, diese Bereiche noch weiter auszubauen. Dies alles tun wir immer in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsbetrieben.
Dass unsere Mitarbeit in vielen Bereichen, wie AMS, Förderrichtlinien oder Gesetzesentwürfen auch einen wichtigen Tätigkeitsbereich der Landesgruppe darstellt, ist oft wenig bekannt.
Die IV Burgenland sieht es als ihre Aufgabe, sich in jeder Frage von wirtschaftspolitischer Bedeutung mit ihren Mitgliedern zu akkordieren und die Sachmeinung der Industrie laufend in die zuständigen Gremien einzubringen. Und diese Aufgabe wird mit der laufenden Globalisierung und europäischen Vernetzung mit jedem Tag wichtiger!


