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20.05.2011

IV Burgenland unterstützt Bildungsvolksbegehren „Österreich darf nicht sitzen bleiben“

Bildung ist das zentrale Zukunftsthema für die Gesellschaft wie für den Industrie- und Arbeitsstandort Österreich.

Die Wachstums-, Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unseres Landes kann daher nur sichergestellt werden, wenn es zu einer drastischen Qualitätsverbesserung im Bildungssystem kommt. IV-Präsident Dr. Werner Frantsits: „Statt parteipolitischen Machtspielchen aus Eigeninteressen

brauchen wir ein Gesamtpaket, um unsere Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter zu gefährden!"

 

Worum geht es uns?

Die Industrie will den Neuaufbau eines Schulsystems, das BESSER ist, als das Gegenwärtige! Im Mittelpunkt müssen die Bedürfnisse und Chancen der Schülerinnen und Schüler stehen. Zentral ist daher bei der Schuldebatte für uns nicht, was auf den jeweiligen Bildungseinrichtungen draufsteht. Wichtig ist, was drinnen passiert! Jedenfalls nicht akzeptabel ist dabei eine Nivellierung nach unten! Klar ist auch, dass inhaltliche und pädagogische Bildungsreformen bereits im Kindesalter anzusetzen haben.

 

Kurztext Unterstützungserklärung zum Volksbegehren „Österreich darf nicht sitzen bleiben"

"Wir fordern mittels Bundes(verfassungs)gesetzlicher Regelung ein faires, effizientes und weltoffenes Bildungssystem, das so früh wie möglich alle Begabungen des Kindes fördert und Schwächen ausgleicht, autonome Schulen ohne Parteieneinfluss, eine leistungsdifferenzierte, hochwertige gemeinsame Schule bis zum Ende der Schulpflicht und ein Angebot von ganztägigen Bildungseinrichtungen, eine Aufwertung des LehrerInnen-Berufs und die stetige Erhöhung der staatlichen Finanzierung für UNIS auf 2 Prozent des BIP bis 2020".

 

Die Berücksichtigung wichtiger Positionen der Industriellenvereinigung („Schule 2020") in diesem Text rechtfertigt in hohem Maße unsere Unterstützung des Volksbegehrens.

 

Weil wir brauchen:

  • Ein faires, effizientes und weltoffenes Bildungssystem
  • Frühe Förderung von Begabungen und Ausgleich von Schwächen
  • Autonome Schulen ohne Parteieneinfluss
  • Leistungsdifferenzierte, hochwertige (gemeinsame) Schule
  • Ganztagsangebote
  • Aufwertung des Lehrerberufs

Auch wenn der Text des Volksbegehrens nicht alle Notwendigkeiten für den Bildungsstandort, wie beispielsweise Studienbeiträge für die Universitäten, anführt, sind wichtige Kernforderungen für den Industrie- und Innovationsstandort, wie eine generelle Qualitätsverbesserung des Bildungssystems und die Betonung auf Leistungsdifferenzierung darin enthalten.

 

Die IV Burgenland wird das Volksbegehren auf vielfältige Weise unterstützen - vor allem durch Kommunikationsarbeit gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen.

IV Vizepräsident Manfred Gerger steht bei Informations- und Diskussionsveranstaltungen, für Journalisten und Interessierte zum Thema Rede und Antwort: „Österreichs Bildungssystem ist nicht mehr zeitgerecht. Wir  - Erziehungsberechtigte, Schulleiter, Lehrer und ausbildende Institutionen, Unternehmen sowie natürlich auch die politischen Verantwortungsträger - müssen umdenken. Die Animation zum stetigen Lernen und Wissbegieren, das ist unsere „Bildungs"-Aufgabe gegenüber der nachkommenden Generationen. Daher müssen wir uns von den starren Schulformen verabschieden und unseren Kinder und Jugendlichen mit zeitgerechten Bildungsinstitutionen und der notwendigen Disziplin Anreize bieten, Ihre Begabungen auszuleben, ohne dass dadurch die Basisbildung und die Sozialkompetenz leidet.
Im heutigen Berufsleben reicht es nicht mehr aus, „zu Wissen" - Erlerntes abzuspielen. Vielmehr ist es die Fähigkeit, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen und sich dessen bewusst zu werden, dass die geförderte Wissbegierigkeit die Basis unser „Bildung" darstellt."
  

Das Bildungsvolksbegehren hat von Beginn an neuen Schwung in eine weitgehend erstarrte Bildungsdiskussion gebracht. Mit unserer Unterstützung wollen wir zum Erfolg dieser Initiative beitragen, um den Reformdruck auf die Politik zu verstärken und Kernthemen im Sinne unserer Programme schrittweise umzusetzen.

Das Bildungsvolksbegehren ist aber kein Selbstzweck. Am Ende wird entscheidend sein, was damit tatsächlich erreicht werden kann. Wir erwarten uns im Anschluss

an das Volksbegehren eine faire, intensive und sachliche Diskussion und die Umsetzung konkreter bildungspolitischer Themen.


Fotos
vlnr.: Manfred Gerger, DI Reinhard Schweifer, Dr. Werner Frantsits
vlnr.: Manfred Gerger, DI Reinhard Schweifer, Dr. Werner Frantsits

Dr. Morteza Fesharaki, Herz Energietechnik, unterzeichnet unter notarieller Aufsicht (Dr. Gerhard Hauer) die Unterstützungserklärung