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[ 04.05.2010 ]

Qualifikation und Innovation sind Garanten für unseren Wohlstand

IV-Präsident Werner Frantsits und LH-Stv. Franz Steindl bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Burgenland und der WK Burgenland, Sektion Industrie über das 1. Quartal 2010 zeigen, dass sich die positiven und negativen Einschätzungen des aktuellen Geschäftsumfeldes fast die Waage halten. Allerdings wächst der Anteil der Unternehmen, die den Auftragsbestand und vor allem die Auslandsaufträge optimistischer einschätzen merkbar.

 

Es gibt also leichte Anzeichen für eine Stabilisierung der Industriekonjunktur. Allerdings sind die internationalen Risikofaktoren noch zu groß, um einen wirklich positiven Trend festmachen zu können.

Trotz Krise haben die burgenländischen Unternehmer alles drauf und dran gesetzt, um ihre Mitarbeiter zu halten. Mit neuen Märkten und neuen Produkten punkten sie im globalen Wettbewerb.

„Innovation ist der Treibstoff der Industrie im 21. Jahrhundert", weist IV-Präsident Werner Frantsits auf die enorme Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Innovation in den heimischen Unternehmen hin. „Nur Innovation lässt uns vor den Billiglohnproduzenten erfolgreich bestehen", sieht Frantsits Innovation als wichtigstes Instrument zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Mittel von rund 50 Millionen Euro liegen in den nationalen und EU-Töpfen und werden nicht abgeholt. Das Land Burgenland startet jetzt einen Aktionsplan, der die F&E&I-Freudigkeit der Unternehmer mobilisieren soll. Endlich, denn es ist eigentlich schon fünf nach zwölf!

 

Die wichtigsten Voraussetzungen, dass F&E&I erfolgreich ablaufen:

  1. Innovationsbewusstsein in den Unternehmen zu schaffen. Viele Neuerungen entstehen, ohne zu wissen, dass es sich um förderungswürdige Entwicklung oder Innovation handelt.
  2. Rasche Beurteilung, ob ein Projekt förderwürdig ist, oder nicht.
  3. Rasche Auszahlung des Fördergeldes!
  4. Qualifizierte Mitarbeiter!

„Ohne ausreichende technische Aus-und Weiterbildung ist der Wirtschaftsstandort enorm gefährdet und damit der Wohlstand aller Bürger", ist für den IV-Präsidenten die Nachwuchssicherung in Naturwissenschaften und Technik (NWT)  seit vielen Jahren ein Kernanliegen und Schlüsselthema. „Es wäre gut zu schauen, wie man die Mitarbeiter, die ein bisschen schwächer sind, in den Betrieben zu fördern und weiter zu qualifizieren, anstatt sie aus dem Arbeitsprozess fallen zu lassen".

Bei Sanochemia ist es seit drei Jahren möglich, Lehre mit Matura zu machen. „Wir haben damit begonnen, als es noch keine Rahmenbedingungen dafür gab", so Frantsits. „Unsere jungen Lehrlinge werden eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine Matura haben. Damit sind gegenüber den Maturanten klar im Vorteil".

Die IV Burgenland hat vor drei Jahren zur Selbsthilfe gegriffen und einen berufsbegleitenden Universitätslehrgang für Optoelektronik und Photovoltaik initiiert. In zwei Monaten werden die ersten Absolventen fertig sein.

Mitgliedsbetriebe aus diesen Branchen haben laut über einen eklatanten Mangel an hochqualifiziertem Personal in diesen Sparten geklagt.

Im Herbst startet bereits der darauf aufbauende Masterlehrgang.  Spätestens in zweieinhalb Jahren arbeiten die fertigen Master of Science der Optoelektronik und Photovoltaik in Burgenland`s Unternehmen.

Die IV Burgenland initiierte voriges Jahr den Werkmeisterlehrgang für Mechatronik. Nächstes Jahr ist es diesen Absolventen aus Unternehmen des Burgenlandes möglich, ihrerseits Mechatronikerlehrlinge in Ihren Unternehmen auszubilden.

 

Steindl schlägt Windkraftanleihe vor

Das Burgenland braucht ein Wirtschaftswachstum, so Landeshauptmannstellevertreter Franz Steindl. Dazu brauche es innovative Betriebe. Chancen sieht Steindl in der Erneuerbaren Energie. Dazu sei aber Eigenkapital nötig, „welche von einer attraktiv verzinsten und einer Kapitalgarantie seitens des Landes versehenen Windkraftanleihe kommen könnte."

Bis 2013 laufen im Burgenland noch EU-Förderungen. Danach gelte es, das Wachstum aufrecht zu erhalten. Das sei aber nur durch innovative Betriebe, weniger Bürokratie und mehr Zugang zu Kapital möglich, so Steindl.



IV-Präsident Werner Frantsits (re) und LH-Stv. Franz Steindl mit Lehrlingen
IV-Präsident Werner Frantsits (re) und LH-Stv. Franz Steindl mit Lehrlingen




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