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[ 13.04.2010 ]

Trafomodern als Globalisierungssieger

Der Exportanteil des Unternehmens konnte in den vergangenen drei Jahren von knapp 50 Prozent auf zwei Drittel gesteigert werden.

"Dass wir uns trotz Krise ganz gut schlagen, verdanken wir dem Umstand, dass wir eine ganze Menge Umsatz im Bereich erneuerbarer Energien generieren konnten", sagt Christoph Blum, Geschäftsführer von Trafomodern, die Transformatoren, Drosseln und Netzgeräte entwickelt und produziert. "So konnten wir unsere dramatischen Einbrüche im Industriegeschäft ganz gut kompensieren." Erst vor drei Jahren ist Trafomodern in die Green Technology eingestiegen. "Wir haben gerochen, dass das ein Zukunftsmarkt ist und hatten auch Glück bei der Akquise, als uns ein großer Kunde in den Schoß gefallen ist. Das rettet uns heute."

Die Einbrüche im Industriegeschäft liegen zwischen 30 und 80 Prozent, die meisten Kunden haben 2009 erst mal ihre Lager geräumt. "Jetzt fangen sie langsam wieder an zu bestellen", sagt Blum. "Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage der Industrie heuer von diesem niedrigen Level aus um mindestens zehn Prozent steigt."

 

Wind aus Asien

Das Geschäft bei den erneuerbaren Energien brummt dagegen ordentlich. Trafomodern liefert im Wesentlichen Drosseln für Windkraft und Photovoltaikanlagen. "Wir sind im Windkraftsektor hauptsächlich im Ausland, vor allem Asien und China, tätig", freut sich Blum, der das Unternehmen 2005 in einem Management-Buy-out übernommen hat. "Wir sind ein klassischer Globalisierungsgewinner und haben viel mehr gewonnen, als an Niedriglohnwettbewerber verloren." Der Exportanteil konnte in den vergangenen drei Jahren von knapp 50 Prozent auf zwei Drittel gesteigert werden. In Folge des neuen Ökostromgesetzes hofft man nun auch auf österreichische Kunden. Hilfreich war 2009 der Umstand, dass die Materialpreise im freien Fall waren. "Jetzt merken wir aber, das Spiel beginnt von neuem", sagt Blum. "Wobei der Kupferpreis meiner Meinung nach deutlich spekulationsgetrieben ist."

Der Personalstand des Mittelstandsunternehmens wurde im Vorjahr um 15 Prozent auf 75 Mitarbeiter reduziert. "Die 14,8 Millionen € Umsatz von 2008 werden wir nicht ganz erreichen", sagt Blum. "Ich rechne mit minus fünf Prozent, was nicht weiter dramatisch ist. Unser großer Vorteil ist, dass die Geschäfte viel besser gelaufen sind, als wir ursprünglich budgetiert haben."

 

www.trafomodern.at/



GF Christoph Blum
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