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[ 15.12.2009 ]
Industrie: Spontane HilfsaktionBurgenländische Industriebetriebe übernehmen für ein Jahr die Patenschaft für die Kinder des „Hauses Elisabeth“ im rumänischen Wetschehaus. Insgesamt 12.000 Euro sichern den Lebensunterhalt der Kinder. „Wir wollen damit den Kindern weiterhin bessere Zukunftschancen ermöglichen“, erklärt Manfred Gerger, Geschäftsführer von Hella Fahrzeugteilen Austria und Vizepräsident der IV Burgenland, das soziale Engagement der burgenländischen Industrieunternehmen.Die Caritas Sozialstation: Seit 15 Jahren finden verlassene Kinder ein neues Zuhause in der Caritas Sozialstation Wetschehaus in Rumänien. Bis heute ist die Schar der Kinder, die hier ihre neue Familie gefunden haben, auf 66 Waisen angewachsen. Von Anfang an legte man besonders viel Wert auf die schulische Bildung und Förderung der Kinder. Mugurel, Diana und Robert waren Kinder der ersten Stunde in der Sozialstation. Heute gehen sie ins Gymnasium in Temeswar. Mugurel besucht heuer als Gastschüler die HTL Mödling. Das nächste Schuljahr werden vier Kinder in der HAK Mattersburg verbringen. Bei diesen Schützlingen hat sich das große Ziel erfüllt: Mit einem liebevollen Zuhause und der bestmöglichste Ausbildung den Grundstein für eine selbstständige Zukunft legen.
Das Haus Elisabeth Eng mit der Sozialstation verbunden war von jeher das Haus Elisabeth. Finanziert durch die deutsche Buttenberg-Stiftung wurden hier vor allem die älteren Kinder, die der Sozialstation "entwachsen" waren, untergebracht.
Seit Oktober 2009 hat sich die Buttenbergstiftung aus der Unterstützung zurückgezogen. Geblieben sind 12 Kinder und eine Finanzierungslücke.
„Diese Kinder sind eigentlich schon Burgenländer: von Frau Schweifer aufgenommen, durch die Spenden von vielen Burgenländern genährt und ausgebildet, waren die meisten auch schon hier bei uns im Land auf Besuch", erklärt Caritas Direktor Glatz-Schmallegger. „Es ist so wichtig, diese Jugendlichen noch ein kleines Stück des Weges zu begleiten, damit sie mit Selbstsicherheit und einer guten Ausbildung in ein selbständiges Leben treten. Dann haben wir alle gemeinsam unser Ziel erreicht."
Zehn Mitgliedsunternehmen der IV Burgenland und die Wirtschaftskammer Sektion Industrie schließen diese Lücke. „Innerhalb von knapp einer Woche hatte ich die nötigen Patenschaften zusammen, die den Lebensunterhalt von 12 Kindern in Wetschehaus ein ganzes Jahr lang sicherstellen", freut sich Initiatorin und IV Burgenland-Geschäftsführerin, Ingrid Puschautz-Meidl, über die spontane Hilfsbereitschaft der Mitgliedsbetriebe.
Hilfe zur Selbsthilfe „Ich durfte - oder musste - diesen armutsgeprägten nordwestlichen Teil Rumäniens mehrfach beruflich besuchen. Die Erzählungen der Hilfskräfte vor Ort übertrafen jedoch meine persönlichen Erfahrungen um ein Vielfaches", erzählt Manfred Gerger. Gerger ist deshalb überzeugt: „Ein Lichtblick ist da Wetschehaus. Hier werden die Kinder nach besten Möglichkeiten versorgt und umsorgt. Die gebotene Schulausbildung beschert den Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft. Diese Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe bei der Arbeit ist es, die mich persönlich begeistert."
Deshalb unterstützen burgenländische Unternehmer im Rahmen der IV Burgenland dieses Projekt schnell und unbürokratisch. „Damit mehr „vergessene Kinder" lachen lernen und durch ihre eigene Arbeit - vielleicht sogar einmal in einem unserer Betriebe - glückliche Erwachsene werden", so Gerger!
Patenunternehmen
Sanochemia Pharmazeutika AG (2 Monate) Felix Austria Hella Fahrzeugteile Austria Blue Chip Energy Unger Stahlbau Lenzing Fibers Blaguss Katzbeck Nikitscher Metallwaren YKK Austria GmbH WKO Sektion Industrie [ Ingrid Puschautz ]
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