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[ 23.11.2009 ]
Ein langer Weg zurückDie Industriellenvereinigung Burgenland lud ins neu renovierte Orgelbauerhaus nach Eisenstadt.Wie konnte es zu dieser weltweiten Krise kommen und wie finden wir wieder zu Stabilität und Wachstum zurück? Das waren die Fragen, welche Bernhard Felderer, Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Instituts für höhere Studien, zu beantworten versuchte.
Die Industriellenvereinigung Burgenland lud ins neu renovierte Orgelbauerhaus nach Eisenstadt und zahlreiche Gäste füllten das rund 250 Jahre alte Bürgerhaus mit Leben. Felderer erklärte den Absturz und das langsame Wachstum der Volkswirtschaften der USA, Osteuropa, Deutschland und Österreich. Vor allem für Österreich ortet Felderer bereits wieder steigende Auftragseingänge, welche allerdings nicht aus Europa, sondern vor allem aus Asien kommen. Auch sieht Felderer wieder Licht am Ende des Tunnels, da Österreichs Arbeitsmarkt und Unternehmen flexibler reagieren als das beispielsweise in Deutschland passiert.
Bei den Banken habe sich, so Bernhard Felderer, das Kreditvolumen nicht verkleinert. Durch scharfe Risikoabwägung fallen aber viele Investitionen unter den Tisch.
Langfristige Sanierung des Staatshaushaltes
Mit einer Staatsverschuldung von 68,7 Prozent und einer jährlichen Neuverschuldung von 5 Prozent liegen wir weit über der EU-Verschuldensmarke von 60 Prozent. „Es ist ein langer Weg zurück, wir werden ein gutes Jahrzehnt brauchen, um zu dieser Marke zu kommen", glaubt Felderer. Er hält aber nichts von einer sofortigen Konsolidierung sondern spricht sich für eine langfristige Sanierung ohne dramatische Einschnitte aus. „Das wird natürlich Gegenstand innerpolitischen Auseinandersetzungen sein", so Felderer.
Im Anschluss an die Ausführungen Prof. Felderers, weihte der neue Domorganist zu Eisenstadt, Robert Kovacs, die neu reparierte Orgel aus dem Jahre 1787 mit Ernstem (Bach und Kerll) und Heiterem (Planyavsky, Kerll) ein. [ Ingrid Puschautz ]
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